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Tessiner Zeitung

26. Oktober 2007

Locarno aus der Sicht einer Feng-Shui Beraterin

Aus der Mogadino Ebene kommend, öffnet sich der Blick auf den See, der sich in der Weite in Richtung Italien verliert, hier ist ein südliches Ende der Schweiz: Palmen, nicht in Kübeln, sondern mit Wurzeln in der Erde, die man im Winter nicht wegsperren muss.

Die Lage Locarnos ist einmalig. Wenn man sich mit dem Rücken zur Bergseite stellt, mit dem Gesicht in Richtung See; und sich das ganze ‚ Panorama vorne und hinten auf sich wirken lässt - kann man sehr schön das sog. „Lehnstuhlprinzip“ der Feng-shui Lehre erfahren.

Lehnstuhlprinzip bedeutet ein Haus ist energetisch gut balanciert, wenn es hinten eine Stütze hat (Hier: der Berg) , und vor dem Haus sich ein weiter Platz befindet (Hier : der See) = Ming Tang. Das heißt in den idealen Lagen in Locarno haben wir diese zwei Einflüsse, die eine optimale Bedingung nach Feng-shui darstellen.

Der See hat für Locarno diese sammelnde Kraft, gleichzeitig ist er ein starker Repräsentant des Wasserelementes (5 chinesische Elemente: Wasser, Holz ,Feuer, Erde und Metall). Feng-Shui betrachtet ganzheitlich, das bedeutet, eine Ausgewogenheit aller 5 Elemente ist Vorraussetzung einer guten Harmonie .

Hier ist also das Wasser seht stark, es ist ein sehr starkes Element, das ich in meine Beratung optimal einfließen lasse, zum Nutzen der Bewohner. Es gibt extreme Hanglagen, hier muss die Energie stärker gehalten werden, wie in den sanfteren Hanglagen. Es gibt andere Orte hier, wie im Delta, wo diese Wasserenergie zu stark ist . Diese Bewohner können unter Stagnation (oder ganz konkret unter Überschwemmungen) leiden. Hier ist es wichtig ein Gegengewicht mit dem Holzelement zu schaffen. Optimal sind also die sanfte Hanglage, also genau da wo sich die Altstadt Locarnos befindet, die auch genügend weit vom See entfernt liegt. Wir befinden uns hier zusätzlich an einem Knotenpunkt zwischen Nord und Süd. Der Osten und der Westen ist geprägt von hohen Bergen, sie bilden eine Barriere. Zur Erklärung: Jede Himmelsrichtung stellt einen anderen Lebenseinfluss da.

Der Osten steht für Neubeginn, der Westen für die Kräfte der Ideen.
Ich würde behaupten , dass diese beiden Kräfte hier im öffentlichen Leben eher unterrepräsentiert sind (die Berge hemmen diese natürlichen Kräfte).

Dagegen bedeutet ein starker Südeinfluss mehr Ruhm und Anerkennung. Der Norden steht für Wissen und Nachdenklichkeit. Als Neu-Locarnese fällt mir hier eine Übereinstimmung im politisch- gesellschaftlichen Leben auf . Es gibt viele Menschen , die hier her gekommen sind mit ihrem Reichtum (Süden), ohne wirklich neue Ideen (blockierter Westen) für die Region einzubringen. Das Tessin an sich wirkt auf mich angenehm verschlafen und sich selbst genügend (das ist der blockierte Osten und Westen).

Die Berge lassen sich nicht verändern, aber mit Feng-Shui können gezielt in den Häusern mit der jeweiligen Situation gearbeitet werden und zu einem optimalen Energiefluss gelangt werden.

Marion Eissfeldt